Daheim, daheim Glück allein.

Zwei Wochen bin ich nun schon wieder hier und ja, der Alltag hat mich wieder. Der Abschiedsschmerz ist verflogen, die Tränen getrocknet und ich bin im Schoße meiner Familie und Freunde angekommen. 
Die ersten Tage war es sehr schwierig wieder den ganzen Tag deutsch zu sprechen, vor Allem, wenn man noch auf englisch denkt. Aber, Mensch war das schön, heimisches Essen, die eigene Wohnung, die einem nach 8 Wochen Kinderzimmer bei den Gasteltern wie unendlich Weiten vorkommt und alle geliebten Menschen sind nur einen Katzensprung entfernt. 

Meine Ankunft hier war nichtsdestotrotz ein wenig trubelig. Ich bin morgens um kurz vor 11 Uhr am Samtag in Weymouth losgefahren Richtung Flughafen. Weil beim Abschied von meiner Gastmutti doch auf beiden Seiten ein Paar Tränen geflossen sind, habe ich also die halbe Strecke nach Bournemouth geheult. Da bin ich dann in den nächsten Bus nach London Heathrow umgestigen. Um 15 Uhr war ich am Flughafen, um 16:15 Uhr durfte ich mein Gepäck aufgeben. Dann hieß es warten. Mein Flug sollte um 19:25 gehen, hatte aber um ca. 1 Stunde Verspätung. Wenn einen nur noch so wenig Zeit von zu Hause trennen könnte, lässt einen die kleinste Verspätung ganz schön mürbe werden. Endlich ging es dann los und der Pilot hat einige Zeit im Flug wieder gut gemacht. Wir sind gelandet, ich bin zur Gepäckausgabe gesprintet und meine Koffer, da war das Glück mir hold, waren die ersten auf dem Band. Meine Eltern und meine beste Freundin empfingen mich mit einem Wilkommensbanner.
Zu Hause bei meinen Eltern gab es erstmal eine Fressorgie und lange ersehnt, ein Bad in der Badewanne. Am nächsten morgen ging es in meine Wohnung, in der ein voller Kühlschrank und diverse Blumenarrangements auf mich gewartet haben. 
Die ganze Familie wurde besucht und es wurde viel geschnattert. 
Am Montag morgen hieß es dann aufstehen um 5:20 Uhr und ab zur Berufsschule. Müde, müde, müde, aber schön alle wiederzusehen.

Mittlerweile sind die ersten 14 Tage ja vergangen und vieles ist beim alten, aber vieles auch nicht. Ich habe mich doch sehr verändert und sehe alles etwas entspannter. Ich habe Kontakt zu meinen neuen Freunden in England gehalten und genieße es in vollen Zügen wieder zu Hause zu sein.  

Time to say Goodbye

Mein letzter Tag in Weymouth ist nun fast vorbei. Ich hatte einen tollen letzten Arbeitstag mit meinen Kollegen Sylvia und Alan, die meinen Aufenthalt und mein Praktikum hier wirklich zu einer tollen Erfahrung gemacht haben und mit der Zeit zu Freunden geworden sind. Wir haben an meinem letzten Tag hier zusammen Mittagspause gemacht, Kaffe und Kuchen gehabt und das tolle Wetter draußen genossen.
Die beiden hatten sogar ein kleines Abschiedsgeschenk für mich 🙂 Ich werde sie sehr vermissen.
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Morgen steht der Abschied von meiner Gastfamilie an, der hoffentlich nicht allzu tränenreich wird. Zwei Monate scheinen zwar nicht eine so lange Zeit zu sein, sind aber genug, um Freundschaften aufzubauen und sich an einem Ort einzuleben. Ich sehe meinem Abschied also zweigespalten entgegen. Ich freue mich sehr auf meine Familie, meine Freunde und mein zu Hause, bin aber auch traurig, dass ich die Leute, die mir hier ans Herz gewachsen sind, für eine lange Zeit nicht wieder sehen werde.
Ich komme aber auf jeden Fall wieder und werde in Kontakt bleiben.

Meine letzten beiden Nachmittage habe ich am Strand verbracht um die verbleibende Zeit richtig auszukosten. Mein Aufenthalt hier war eine wirklich tolle Erfahrung, die ich auf keinen Fall missen möchte.
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My last week at work

Nun naehert sich auch meine letzte Woche dem Ende und dennoch habe ich etwas neues gelernt. Ich hatte zwar schon eine Einfuehrung in die Katalogisierung vor einiger Zeit, aber diese Woche habe ich mich intensiver damit beschaeftigt und einegnstaendig katalogisiert.

Die Katalogosierung erfolgt mit Hilfe des BDZ-Catalouging-Service. Das funktioniert hier ganz einfach. Man durchsucht mit Hilfe der ISBN die Datenbank und der komplette, zum Buch gehoerende Datensatz kann dann in den OPAC aus der Datenbank importiert werden.
Der Datensatz enthaelt die vollstaendigen bibliografischen Angaben zum Werk, die Sacherschliessung inklusive der Klassifikation nach DDC und einiges aus dem Bereich Catalouge-Enrichment, wie z.B. das Buchcover.
Natuerlich muss man kontrollieren, ob alles stimmt, bzw. ob der richtige Datensatz gefunden wurde, aber Fehler sind sehr unwahrscheinlich.

Man kann in OLIVER (dem Bibliotheks-Management-System) theoretisch auch selber katalogisieren, d.h. ohne Datenimport, darauf wird hier aber gerne verzichtet.

 

Der Abschied rückt näher

Gestern habe ich mit dem Packen angefangen und begonnen meinen ganzen Krempel, den ich hier im Haus verteilt habe zu Orten und einzusammeln. Meine Gasteltern und ich haben dann gemeinsam im Wohnzimmer gemütlich beisammen gesessen, als sie auf einmal mit einem Abschiedsgeschenk für mich ankamen. Das hatte ich ehrlich gesagt gar nicht erwartet und habe mich deshalb um so mehr gefreut 🙂

Sie haben sich genau gemerkt was ich gerne mag und außerdem hat meine Gastmutti mir noch etwas besorgt, was mich an unseren kleinen Trip nach London erinnern soll. Schnüff schnüff…

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Die letzte Woche

Heute ist meine letzte Woche hier angebrochen. Das ist ein bisschen komisch, jetzt habe ich mich hier eingelbet und muss dann doch wieder meine Zelte abbrechen.
Aber langsam werde ich immer hibbeliger, wenn ich daran denke, dass es bald nach Hause geht. Ich versuche mal heute nachmittag mit dem Packen anzufangen.

Das wird bestimmt ein bisschen eigenartig wieder in meiner eigenen Wohnung zu leben und nicht ein Haus mit anderen Leuten zu teilen. Ehrlich gesagt freue mich mich aber darauf. Gaaaaanz viel Platzt fuer mich allein, alle meine Sachen stehen mir wieder zu Verfuegung und ich kann jeden Tag kochen. Das habe ich echt vermisst.
Am meisten freue ich mich natuerlich darauf meine Familie und Freunde wieder zu sehen.

Jaja, die Abreise rueckt naeher.

Heavy rain and so on

Also in dieser Woche bin ich echt mal in den Genuss des wechselhaften englischen Wetters gekommen.
Am Montag war strahlender Sonnenschein, ebenso am Dienstag. Am Mittwoch war es morgens bitterkalt und diesig, aber am Nachmittag haette man sich am liebsten die Klammotten vom Leib gerissen. Man sah sogar englische, milchig-blaue Maennerwaden, da man sich allgemeinhin an diesem Tag fuer kurze Hosen entschieden hat.
Als ich jedoch am heutigen Tage aus dem Haus gegangen bin, um zur Schule zu laufen, war ich innerhalb vo 2min nass bis auf die Knochen. Unglaublich! Sogar mit Schirm und regendichter Jacke. Der Wind hat staendig gedreht und der Regen kam deshalb buchstaeblich von allen Seiten. Dank sehr netter Autofahrer auch manchmal von unten…
In der Schule sah man dann ueberall vor Naesse triefende Gestalten umherwandeln.

Mein Gatsvater war da heute morgen etwas gewiefter, der hat sich naemlich komplett von Kopf bis Fuss in regendichte Klamotten gehuellt – natuerlich in Signalfarben. Am Ende sah er dann aus wie ein Verkehrshuetchen, dafuer ist er aber nicht nass geworden. Man muss halt Prioritaeten setzen. 😉

Meine Gastmutti uebertreibt also nicht, wenn sie mir staendig erzaehlt, dass das englische Wetter bis zu vier mal am Tag wechseln kann.

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Europass

Sooo, heute habe ich es geschafft meine Europaesse (einen englischen und einen deutschen) fertigzustellen.

Fuer alle zukuenftigen Auslandspraktikanten/-innen wuerde ich empfehlen mit Copy and Paste zu arbeiten, da man das Formular nur online bearbeiten kann. Am Ende erhaelt man naemlich „nur“ eine PDF-Datei, die sich ja leider nicht mehr veraendern laesst.

Meine hiesige Chefin hat mir beim englischen Europass netter Weise ein bisschen mit den Formulierungen geholfen.

Ich muss aber sagen, nachdem ich das jetzt hinter mir habe, bin ich doch ein bisschen erleichtert. Das Ende meines Aufenthalts rueckt naemlich schneller naeher als man denkt O.o